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CoLABoration Day 2025: Vision trifft Realität

Am 2. April 2025 wurde das last in Linz zum Zentrum digitaler Pionierkraft. © SCH/A.Prammer

#EINBLICK | Am 2. April 2025 wurde das last in Linz zum Zentrum digitaler Pionierkraft. Der CoLABoration Day, veranstaltet von sevensim und pool3, war weit mehr als ein Branchentreffen – er war ein Manifest der digitalen Transformation, eine Bühne für zukunftsweisende Technologien und eine Einladung zur radikalen Neugestaltung industrieller Trainings- und Produktionsprozesse. Inmitten von Live-Demonstrationen, visionären Fachvorträgen und greifbarer Innovationsfreude wurde deutlich: Die digitale Revolution hat nicht nur begonnen – sie schreitet mit disruptiver Kraft voran.

Zu Beginn begrüßten Klaus Stöttner, Geschäftsführer von pool3 und sevensim, sowie Winni Ransmayr, Leiter des last, die zahlreichen Gäste aus unterschiedlichsten Bereichen der Industrie sowie der Produktion sehr herzlich. Mit einem euphorischen Ausblick hoben Sie die Bedeutung von Kooperation und Innovation in der heutigen schnelllebigen Technologielandschaft hervor und betonten die Rolle von Veranstaltungen wie dem CoLABoration Day, um den Austausch zwischen verschiedenen Branchen zu fördern.

Innovation zum Anfassen

Die technologische Dichte und erlebnisorientierte Inszenierung des CoLABoration Days ließen die Zukunft nicht nur erahnen – sie wurde im wahrsten Sinne des Wortes spürbar. Mit dem MotionCube 320 präsentierte sevensim eine neue Dimension der Bewegungsrealität. Diese modulare Simulationsplattform vereint sechs Freiheitsgrade mit hochpräziser Echtzeitsteuerung – ein Erlebnis, das technische Schulungen und Fahrertrainings revolutioniert. Ob für industrielle Anwendung, Motorsport oder Trainings: Die Plattform demonstriert eindrucksvoll, wie immersives Training Sicherheitsstandards erhöht, Betriebskosten senkt und Wissen nachhaltig verankert.

Fortschrittlichster MotoGP Simulator weltweit

Ein weiteres Highlight: die Präsentation des KTM MotoGP Simulators. Die Besucher durften selbst erleben, wie realitätsnah körperliche Kräfte, Reibungswerte und Schräglagen in einer digitalen Umgebung spürbar gemacht werden. Sogar der Fahrtwind kann simuliert und angepasst werden. Diese Anwendung zeigt, wie Motorsportwissen in neue Trainingsformate für Industrie und Ausbildung überführt werden kann – gamifiziert, messbar und skalierbar.

Inspiration mit Tiefgang

pool3 und sevensim präsentierten mit interaktiven 3D-Simulationen und Virtual-Reality-Setups eindrucksvoll, wie digitale Zwillinge die Brücke zwischen physischer und virtueller Welt schlagen. Ob Maschinenbedienung, Wartung oder Gefahrenprävention – VR-Anwendungen ermöglichen risikofreie Tests und Lernprozesse, bei denen Nutzer in hoch realistische Szenarien eintauchen. Eine Revolution in der Mitarbeiterqualifikation. Die Vortragsreihe am CoLABoration Day bildete dabei weit mehr als nur ein informatives Rahmenprogramm – sie war der intellektuelle Herzschlag der Veranstaltung. Hier kristallisierte sich heraus, wie unterschiedlichste Branchen das disruptive Potenzial der Digitalisierung nicht nur erkennen, sondern aktiv gestalten. Fünf Vorträge, fünf Perspektiven – und ein gemeinsamer Nenner: die Überzeugung, dass technologische Innovation nicht Selbstzweck, sondern Katalysator für eine neue Art des Denkens, Lernens und Wirtschaftens ist.

Digital Twin Solution – vom Entwurf bis zur Realität von Stefan Oberpeilsteiner (sevensim)

Mit einem tiefen Verständnis für die technologischen und wirtschaftlichen Anforderungen moderner Industrieunternehmen präsentierte Oberpeilsteiner die Digital-Twin-Strategie von sevensim. Er erläuterte, wie digitale Zwillinge – präzise virtuelle Abbilder realer Maschinen – weit über bloße Visualisierungen hinausgehen. Sie ermöglichen vorausschauende Wartung, simulationsgestütztes Training und eine signifikante Effizienzsteigerung über den gesamten Lebenszyklus einer Anlage hinweg. Besonders eindrücklich war seine Darstellung der nahtlosen Integration vom Engineering bis zum Schulungsbetrieb: Die Virtualisierung ersetzt nicht, sondern ergänzt und optimiert reale Prozesse – mit messbarem Impact. Die zentrale Aussage: Was wir simulieren können, können wir beherrschen – bevor es passiert.

Asset Performance 4.0 von Kersten Hofstadler & Christoph Röbl (LENZE)

Mit der Vorstellung der X4 Asset Performance Plattform führten Hofstadler und Röbl das Publikum mitten in die datengetriebene Zukunft der Instandhaltung. Die beiden LENZE-Manager zeigten auf, wie Cloud-basierte Systeme heute schon in der Lage sind, Maschinenzustände in Echtzeit zu erfassen, zu analysieren und daraus automatisiert Handlungsempfehlungen abzuleiten. Die intelligente Steuerung von Ressourcen wurden nicht theoretisch skizziert, sondern anhand realer Anwendungsfälle demonstriert – ein klarer Beweis, dass Industrie 4.0 kein Zukunftsversprechen, sondern gelebte Realität ist. 

Lernen neu denken – Didaktik trifft Immersion von Dominique Würth (Würth Innovation AG)

Mit einem leidenschaftlichen Plädoyer für einen radikalen Wandel in der Erwachsenenbildung trat Würth ans Rednerpult. Seine zentrale These: Die Kluft zwischen Wissensvermittlung und realer Anwendung kann nur durch immersives Lernen überwunden werden. Klassische Schulungsszenarien seien zu starr, zu abstrakt – Virtual Reality hingegen ermögliche erfahrungsbasiertes Lernen in einem hochgradig emotionalisierten Kontext. Ob Gefahreneinschätzung, Maschinenbedienung oder Soft-Skill-Training: Die Kombination aus Didaktik und Immersion hebt Lernen auf ein neues kognitives Level. Die zentrale Aussage hier: Was ich emotional erlebe, verankert sich tiefer – VR macht Lernen menschlicher und messbar erfolgreicher.

Co-Kreation als Zukunftsmodell von Lukas Riedel (Jungheinrich S&P):

Lukas Riedel setzte einen starken Akzent auf die Notwendigkeit neuer Innovationsprozesse. Mit Blick auf die After-Sales-Aktivitäten von Jungheinrich zeigte er, wie entscheidend der frühzeitige Schulterschluss zwischen Industrie, Start-ups und Technologiepartnern ist. Sein Praxisbeispiel: die gemeinsame Entwicklung digitaler Trainingslösungen mit hoher Skalierbarkeit und Benutzerzentrierung. Die Co-Kreation ermöglicht es, branchenspezifische Herausforderungen nicht isoliert, sondern gemeinschaftlich, konsequent und schnell zu lösen. Riedel betonte, dass Innovation entsteht nicht im Elfenbeinturm – sie gedeiht in lebendigen Netzwerken mit klarem Fokus auf den Nutzer.

Curiosity by Design von Jürgen Roithmeier (TGW MINDtastic)

Zum Abschluss entfachte Roithmeier Begeisterung für einen neuen Ansatz in der Personalentwicklung. Mit seinem mitreißenden Vortrag demonstrierte er, wie digitale Plattformen wie MINDtastic durch Microlearning, Gamification und Storytelling eine neue Lernkultur schaffen. Statt trockener Inhalte dominieren kurze, interaktive Lernimpulse, die auf die intrinsische Motivation der Mitarbeitenden setzen. Dabei geht es nicht nur um Wissensaufnahme, sondern um das gezielte Auslösen von Neugier, die zur treibenden Kraft individueller Weiterentwicklung wird. Seine Vision: Eine lernende Organisation, in der Weiterbildung nicht verordnet, sondern mit Spannung erwartet wird.

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